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Gaspreiserhöhungen

Die Energiepreise explodieren, ohne dass ein Ende in Sicht ist. Jede der neu angekündigten Gaspreiserhöhungen schlägt in den Medien hohe Wellen. Kaum naht die kühlere Jahreszeit, ist bereits von Preissteigerungen bis zu 30 % die Rede. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Gaspreise im Bundesdurchschnitt um 7,4 % gestiegen. Eine bundesweite Untersuchung ergab, dass Preisunterschiede von 25 - 45 % zwischen den einzelnen Energieversorgungsunternehmen existieren.

Zusammensetzung des Gaspreis

Doch wie setzt sich der Gaspreis zusammen? Auf die Förderung, Beschaffung und den Vertrieb entfallen etwa 54 % des Erdgaspreises. Die Netznutzung und Abrechnung machen 22 % aus und Steuern und Abgaben schlagen mit 24 % zu Buche. Wer sich über Gaspreiserhöhungen informieren möchte, dem sei unter anderem der bundesweite Gaspreisvergleich empfohlen, der zum Jahresende 2007 bereits zum dritten Mal vom Bundeskartellamt veröffentlicht wurde. Besonders aufschlussreich sind die »Hinweise zum bundesweiten Gaspreisvergleich«: Sie enthalten wichtige Informationen zu den veröffentlichten Tarifen (www.bundeskartellamt.de).

In Gebieten, in denen Erdöl gefördert wird, findet man häufig auch Erdgas. Höhere Preise für Erdöl ziehen in aller Regel eine Erhöhung des Erdgaspreises nach sich – meist mit einer Verzögerung von einigen Monaten. Auch die politische Situation kann sich auf die Förderung von Erdöl und -gas auswirken: Muss diese wegen politischer Unruhen unterbrochen werden, kann das zu einer Verknappung und damit einer Preiserhöhung führen.

Gründe für Preiserhöhungen

Die Energieversorger begründen die drastischen Preissteigerungen meist mit gestiegenen Rohölpreisen. Kritische Verbraucherorganisationen, wie beispielsweise der Bund der Energieverbraucher, weisen darauf hin, dass die Gasimportpreise nicht im gleichen Umfang gestiegen sind, wie die Preise für die Endabnehmer. Auch die Ölpreisbindung – eine internationale brancheninterne Vereinbarung, die bei Export und Import die Preise für Erdgas und Öl aneinanderkoppelt und sich auch auf die Preise für die Endabnehmer auswirkt – steht im Zentrum der Kritik: Durch die Marktstellung vieler örtlicher Gasversorger sei die Preisbindung nicht mehr vertretbar, da sie den Marktgegebenheiten nicht mehr angemessen sei. Auch Preissenkungen würden nicht an die Verbraucher weitergegeben.

Das Bundeskartellamt ist der Ansicht, dass eine Reihe von Gasversorgern ihre Position dazu ausgenutzt haben, um überhöhte Preise am Markt durchzusetzen. Verfahren gegen insgesamt 35 Gasversorger wurden bereits eingeleitet. Gegen sechs regionale Energieversorgungsunternehmen wurde inzwischen das Verfahren eingestellt, da diese eine geplante Preiserhöhung um zwei Monate verschoben haben und ihren Kunden einen Bonus von durchschnittlich 35 € in der nächsten Abrechnung vergüten. Die Entscheidung über die restlichen Verfahren wird voraussichtlich bis Ende 2008 fallen.

Gaspreise vergleichen

Selbst Politiker, wie beispielsweise Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister, rufen die Verbraucher dazu auf, Preise zu vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln, um so den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Energieversorgern anzukurbeln. In den unterschiedlichsten Regionen haben sich sogenannte »Gasrebellen« formiert, um sich gemeinsam gegen die überhöhten Preise zur Wehr zu setzen. Verbraucherschützer informieren den Gaskunden über Vorgehensweisen im Kampf gegen überzogene Preissteigerungen.

Die Gasrebellen legen bei ihrem Protest § 315 BGB zugrunde, der die Möglichkeit regelt, bei einer einseitigen Preiserhöhung durch den Energielieferanten Widerspruch einzulegen. Genauere Informationen, wie beispielsweise Musterschreiben an die Gasversorger, finden sich im Internet auf der Homepage des Bundes der Energieverbraucher (www.energieverbraucher.de).