ppm - parts per million
Der Ausdruck parts per million, zu Deutsch „Teile pro Million“, kommt aus dem Englischen und wird in der Wissenschaft für den millionsten Teil verwendet. Die Einheit ist mit dem Prozent (%) vergleichbar, das für ein Hundertstel steht.
Ppm in der Gasspürtechnik
In der Gasspürtechnik ist es ein Wert für kleinste Mengen. 1 ppm ist die Menge von einem Kubikzentimeter Gas in einem Kubikmeter Luft. 1 ppm entsprechen 0,0001 %, 0,1 % Gas sind 1000 ppm
Verwendung der Einheit
Die Einheit wird oft genutzt um Verunreinigungen oder Bestandteilen z.B. bei Chemikalien oder Gasen genutzt. Hier lassen sich besonders geringe Mengen anschaulich darstellen. So wird zum Beispiel die Belastung der Luft mit Feinstaub oder Ozon oft in ppm oder µg/m³ angegeben. Auch Grenzwerte zulässiger Schadstoffbelastungen werden in dieser Einheit angegeben. So ist zum Beispiel der vom Bundesgesundheitsamt empfohlene Grenzwert für Formaldehyd in der Luft von Innenräumen 0,1 ppm.
Zusammensetzung der Luft
Die Erdatmosphäre besteht z.B. aus Stickstoff (78 %), Sauerstoff (21 %) und Kohlendioxid (0,038 %). Die Mengen der Edelgase werden oft in dieser Einheit angegeben, z.B. Neon (18,18 ppm statt 0,001818 %) oder Helium (5,24 ppm statt 0,000524 %).
Einsatz der Maßangabe ppm
Bei der Messung der Konzentration von Erdgas in Luft werden die Anteile des Gases von Gasspürgeräten in ppm oder bei höheren Konzentrationen in Volumenprozent gemessen. In der Chemie wird bei Konzentrationsangaben die Einheit in wässrigen Lösungen verwendet, wobei die Dichte der gelösten Stoffe ungefähr gleich sein sollte. Hier ist 1 ppm = 1 mg/l. In der Industrie, insbesondere der Automobilindustrie werden ppm zur Qualitätskontrolle benutzt, hier werden von den Zulieferern strenge Raten gefordert. Das bedeutet, dass von einer Million Teile, die von Zulieferern produziert werden, nur eine bestimmte Anzahl defekt sein darf.