Peak
Als Peak, oder auch Peak Oil, wird das globale Ölfördermaximum bezeichnet, das eintritt, sobald die weltweite Ölförderung ihren Höhepunkt erreicht und in der Folge kontinuierlich abnimmt. Der weltweite Ölbedarf wird dann nicht mehr zu decken sein. Der Peak Oil ist ein viel diskutiertes Thema, über das unter Experten noch lange kein Konsens herrscht. Die Debatte reicht von der These, dass der Peak bereits erreicht wurde, bis hin zur Frage, ob er überhaupt ein Problem des 21. Jahrhunderts ist. 2009 gab die Internationale Energieagentur die Warnung heraus, dass der Peak im Jahr 2020 erreicht werden wird.
Errechnung des Peak
Das Modell zur Errechnung des Peak stammt von dem amerikanischen Geophysiker Marion King Hubbert, der in den 1950er Jahren zunächst eine Kurve skizzierte, mit der das Maximum lokaler Ölfelder bestimmt werden konnte. Die so genannte Hubbert-Kurve gleicht von ihrer Form her einer Glocke und zeigt auf, wie die Ölförderung steigt, die Spitze erreicht und ab diesem Punkt nur noch fällt. Auf diese Weise sagte Hubbert das Ölfördermaximum der USA für den Zeitraum 1970/1971 voraus und lag damit richtig. Seit 1970 nimmt die Ölförderung in den USA stetig ab. Mit seinem Modell versuchte Hubbard 1958 und 1971 auch das globale Ölfördermaximum zu errechnen und bestimmte dieses auf das Jahr 2000.
Auswirkungen der Peak-Berechnung
Die Berechnung des Peak wird jedoch durch verschiedene Faktoren erschwert. So führen politische Maßnahmen, Wirtschaftskrisen und militärische Konflikte immer wieder zu massiven Senkungen der Ölförderung, die nicht vorausberechnet werden können. Auch Naturkatastrophen führen zu unkalkulierbaren Schwankungen. Überdies sind die Daten, die den Wissenschaftlern zur Verfügung stehen, mitunter unzuverlässig, da einige ölfördernde Staaten die Informationen manipulieren.