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Ozon

Ozon (von griechisch ozein = riechen) ist ein dreiatomiges Sauerstoffmolekül von stark oxidierender Wirkung. Erstmals beschrieb Christian Friedrich Schönbein im Jahr 1839 das Phänomen zweier verschiedener nebeneinander existierender molekularer Formen: Ozon und Disauerstoff.

Eigenschaften von Ozon

Bei Zimmertemperatur und unter normalem Druck ist Ozon gasförmig. Je nach Konzentration handelt es sich um ein farbloses bis bläuliches, diamagnetisches und instabiles Gas. Bei -110,5°C kondensiert es zu einer tiefblauen Flüssigkeit, bei 192,5 °C erstarrt es zu festem Stoff. Die Färbung in festem Aggregatzustand ist ein tiefes Violett. Ozon entsteht durch starke UV- Strahlung aus Sauerstoff. Die Menge an Ozon in der Atmosphäre wird in "Dobson - Einheiten" oder in "ppm" angegeben. Unter Normalbedingungen zerfallen Spuren von Ozongas zu dimerem Sauerstoff. Ein Gemisch aus reinem Sauerstoff und Ozon kann sich ab einem Volumenanteil von 11,5 % in einer Explosion zersetzen.

Stabilität und Reaktionsfreudigkeit

Ozon ist sehr instabil und kann deshalb nicht wie andere Gase industriell hergestellt und über einen längeren Zeitraum gelagert werden. Anwendung findet es z.B. in der Aufbereitung von Wasser, als Bleichmittel und in der chemischen Synthese. Es muss vor seiner Anwendung direkt vor Ort hergestellt werden.

Funktion des Gases

In Form der Ozonschicht schützt das Gas die Lebewesen auf der Erde vor den ultravioletten Strahlen der Sonne. Ab einer bestimmten Konzentration (mehr als 0,2 mg/m³) in der Atemluft kann es durch seine stark oxidierende Wirkung Reizungen der Atemwege bei Menschen und Tieren verursachen. Ozon kann zudem zu Tränenreiz, Schleimhautreizungen und starken Kopfschmerzen führen. Bei gefährdeten Personen wie Säuglingen, Kleinkindern, Patienten mit Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis und Herz -Kreislauf -Erkrankungen können Atembeschwerden auftreten.