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H-Gas

Erdgas gehört zu den brennbaren unterirdisch vorkommenden Naturgasen, welche aus den unter der Erdoberfläche befindlichen Gaslagerstätten gefördert werden müssen. Wo sich Erdöl findet, tritt meist auch Erdgas auf. Das hängt mit etwa der gleichen Art ihrer Entstehung zusammen. Auf den Erdöl-Bohrplattformen in der Nordsee oder im Golf von Mexiko werden auftretende Gase abgebrannt, um eine Explosion der ganzen Anlage zu verhindern. Trotzdem bleibt das Zusammentreffen von Erdgas und Erdöl sehr gefährlich, da die Erdgase mehrheitlich aus hoch entzündlichem Methangas bestehen. Zudem ist das Risiko durch die unterschiedliche chemische Zusammensetzung, die von der jeweiligen Lagerstätte bestimmt wird, erhöht. Die chemische Zusammensetzung zeigt, ob das jeweilige Erdgas zum H- oder zum L-Gas gerechnet wird. Immer wieder kommt es leider zu schweren Havarien sowohl auf Gas- als auch auf Öl-Bohrplattformen, den zahlreiche Menschen zum Opfer fallen und die große Schäden für die Umwelt verursachen.

Arten von Gas: H- und L-Gas

In Deutschland werden zwei Gasarten verkauft und eingesetzt. Außerdem werden sie vorher noch zu verschiedenen Qualitäten, dem L-Gas und dem H-Gas („High-Gas“), gemischt. H-Gas wird in der Regel aus Osteuropa, aus der Nordsee und den Erdgaslagerstätten Niederlande, Dänemark, Norwegen bezogen. L-Gas kommt hauptsächlich aus den Niederlanden und dem norddeutschen Raum, wobei das Bundesland Niedersachsen über ergiebige eigene Erdgas-Quellen verfügt. Ob Erdgas dem H-Gas oder dem L-Gas zugeordnet wird, zeigt sein enthaltener Methan-Gehalt. Mit einem großen Anteil Methan ist auch ein hoher Energiegehalt verbunden. H-Gas, wobei das „H“ hier „High Caloric“ bezeichnet, verfügt über einen hohen Anteil an Energie gemessen an einem Kilogramm Erdgas.

Energie- und Methangehalt von H-Gas

H-Gas weist einen Methangehalt auf, der zwischen 98,9 und 87 Prozent liegt (L-Gas zwischen 87 und 80,1 Prozent). Damit ist L-Gas keineswegs der schlechtere Brennstoff. Der Verbrauch zum Erreichen der gleichen Menge Leistung, gleicht ein niedrigerer Preis wieder aus. Für den Erdgas tankenden Kraftfahrer gilt jedoch immer, dass er mehr bezahlen muss als für L-Gas, da sich der Preis immer nach der Menge in Kilogramm richtet. Wer L-Gas tankt, zahlt demzufolge einen niedrigeren Kilopreis als für H-Gas.