Flüssiggas
Propan und Butan zählt man zu den Flüssiggasen. Diese Gase bleiben bei Raumtemperatur und bei Druck flüssig. Flüssiggas ist ein Nebenprodukt der Erdölraffinierung und zählt zu den fossilen Gasen, da es als Begleitgas bei der Förderung von Erdöl und Erdgas anfällt. Flüssiggas wird für Heizungen und Gasöfen verwendet. Außerdem dient es als Treibstoff für Fahrzeuge mit Ottomotor. Aus diesem Grund bezeichnet man Flüssiggas auch Autogas oder Treibgas, da es auch in Sprühdosen seinen Einsatz findet. Flüssiggas wird im Gegensatz zu Erdgas nicht durch Pipelines, sondern meistens mit einem Tankwagen befördert. So kommt das Gas entweder zum Händler oder direkt zum Endverbraucher. Auch eine Beförderung mit Binnenschiffen und Kesselwagen ist möglich.
Eigenschaften und Zusammensetzung
Im Aggregatzustand hat Flüssiggas eine höhere Dichte als Luft. Flüssiggas ist leicht brennbar und die Explosionsgrenze liegt bei ca. 1,5 und 11 Vol.-% an der Luft. Die Hauptbestandteile von Flüssiggas sind Propan, Butan oder Isobutan. Der Siedepunkt variiert je nach Mischungsverhältnis und Druck des Gases. Bei reinem Butan liegt der Siedepunkt durchschnittlich bei -0,5 °Celsius. Flüssiggastransporte müssen über eine Gefahrgutkennzeichnung verfügen und der Tankwagenfahrer muss einen gültigen ADR-Schein besitzen.
Flüssiggas zum Heizen, Kochen und Kühlen
Nutzt man Flüssiggas zu Heizzwecken, so wird es meistens in speziellen Tanks aufbewahrt. Für kleinere Gasöfen oder Grills ist dieses Gas auch in Gasflaschen erhältlich. So werden die meisten Campingkocher zum Beispiel mit Propan betrieben. Wird die Kochstelle vom Fachmann abgenommen, darf man auch in Deutschland mit einer Flüssiggasflasche bis maximal 16 kg kochen. Flüssiggas, welches auf eine spezielle Art aufbereitet wird, kann auch als Kältemittel in Klimaanlagen und Kühlschränken verwendet werden. Alle Anlagen von Flüssiggas unterliegen ständigen Kontrollen.